Die Nacht vor unserem Flug nach Alice Springs war kurz, der Wecker klingelte um 5 Uhr morgens, da unsere Maschine bereits um 8.40 Uhr abhob.
Die Ankunft in Alice Springs war ähnlich wie die Ankunft in Melbourne….regnerisch…!
Da fragte man sich wirklich, wie viel Pech man haben kann im Herzen von Australien, mitten im Outback, dem „Desert“ Australiens, dem normalerweise mit Abstand heißesten Ort, Regen zu haben.
Unser Guide Marcel, ein ende 50jähriger Schweizer, der mit uns die nächsten drei Tage durch das Outback reist, holte uns vom Flughafen ab.
Da wir den Rest des Tages zur „freien Verfügung“ hatten, sind wir in den Ortskern gegangen, um uns die Aboriginegalerien anzugucken.
Am Abend waren wir dann noch bei einem Schweizer Restaurant, das sich mit der „besten Weinkarte von Alice Springs“ rühmt (es gab auf dieser Karte übrigens nur 7 Weine…!).
Am nächsten Tag brachen wir dann früh auf zum Ayers Rock, dem magischen Uluru-Felsen.
Die 480km zwischen Alice Springs und dem Ayers Rock Resort führten uns mitten durch das Outback, wo man wirklich fast nichts sah, außer ein paar vereinzelte Tiere, angefahrene Kängurus und Sand, Sand und noch mehr Sand….
Auf halbem Wege haben wir dann noch einen Stop bei einem „Roadhouse“ gemacht, dass nur eines von dreien auf der gesamten Strecke ist, es besteht aus einer Tankstelle, ein paar Zimmern und einer kleinen Bar, die auch einige kleine Gerichte anbietet.
Nachdem wir im Hotel schnell eingecheckt haben, mussten wir auch schon zu unserer nächsten Aktivität, dem 36-minütigen Helikopterflug über den Ayers Rock und Katja Tjuta. Es war wirklich atemberaubend, die flache Umgebung, die bis zum Horizont reicht zu sehen und dann diesen Felsen, der wie aus dem nichts mitten in der Landschaft steht.
Danach haben wir noch eine kurze Wanderung am „Katja Tjuta“ (den „Olgas“) gemacht, die in der Sichtweite des Uluru Felsen liegen. Zu dem wir kurz darauf zum „Sundown Lookout“ gefahren sind, um uns den Sonnenuntergang anzugucken. Das Farbenspiel was sich dort durch die untergehende Sonne zeigt, ist wahrhaftig unbeschreiblich und muss man einfach selber gesehen haben, der Fels Blut rot, der Himmel rosa, gelb, blau leuchtend, es war wirklich ein „magisches“ Erlebnis.
Im Anschluss an den Sonnenuntergang haben wir dann noch in dem Bistro des Resorts bei Livemusik (Cowboys spielten auf der Bühne) das ein oder andere Australische Bier getrunken, bevor wir auch wieder schlafen gegangen sind, da es am nächsten Morgen bereits um 5 Uhr zum Sonnenaufgang ging…! Um diese Zeit war es wirklich Schweine kalt und dunkel, aber den Sonnenaufgang wollte man sich ja nachdem atemberaubenden Sonnenuntergang einfach nicht entgehen lassen.
Um 5.47Uhr kletterte die Sonne dann über den Horizont und tauchte den Uluru Felsen wieder in ein knalliges orange-rot.
Um 7.40 Uhr gab es dann ein kleines Frühstück im „Katja Tjuta Kulturzentrum“ mit Blick auf den von der Sonne angestrahlten Ayers Rock.
Diese eineinhalb Tage waren dann aber auch schon das Ende unserer Zeit am Ayers Rock, denn wir wollten auch noch den „Kings Canyon“ sehen, der ca. 350km entfernt liegt.
Unseren einzigen Stop auf der Fahrt, übrigens meist unasphaltierte Sandpisten, war die „Kings Creek Station“, in der wir einen Kamelbürger gegessen haben.
Bevor wir in das Hotel eingecheckt haben, haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch eine Schlucht des Kings Canyon gemacht.
Nachdem wir in das Hotel eingecheckt haben, gönnten wir uns, die freie Stunde die wir hatten, entspannt am Pool zu liegen. Denn am frühen Abend ging es schon wieder zu einem Helikopterflug, diesmal aber über den „Kings Canyon“. Auf dem Flug sah man Kamele, wild Pferde und viele andere Tiere, die um den Kings Canyon leben und natürlich die beeindruckende Landschaft die durch den Canyon geschaffen wurde.
In der Nacht hatten wir die dann einen unfassbaren Sternenhimmel über uns, da es kaum Lichter in dem Hotel gab und weit und breit kein anderes Dorf in der Nähe war, sah man Sterne, die ich persönlich noch nie gesehen habe. Es war einfach ein Meer aus Sternen und für mich aufjedenfall der beste Sternenhimmel, den ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe.
Am nächsten Morgen, ging es dann zur zweiten Wanderung im Kings Canyon, diesmal aber in luftiger Höhe, nämlich an der Kante der bis zu 300m tiefen Canyon-klippen! Da für diesen Tag bis zu 40°C angekündigt waren, haben wir unsere 3 Stunden Wanderung am Vormittag gemacht (von 6.00Uhr morgens bis 9.30Uhr), damit die Hitze nicht allzu unerträglich wurde.
Als wir zurück ins Hotel kamen, ging es auch schon ans auschecken, da wir am gleichen Tag noch die 350km zurück nach Alice Springs durch das Outback fahren wollten und aufgrund der vorhin bereits genannten Straßenverhältnisse (nur „blutrote“ Sandpisten, daher höchstens 100km/h), einen relativ langen Weg vor uns hatten!
Auf diesem Weg haben wir dann noch einen Halt an einer Stelle gemacht, wo vor 4000 Jahren Meteoriten eingeschlagen sind (der Größte war ca. 1500 Kilo) und sich dadurch ein gewaltiger Meteoritenkrater gebildet hat.
Der Flug nach Cairns, war tags darauf am Nachmittag, und daher waren wir froh das erste Mal auf der gesamten Reise zu mindestens ein wenig ausschlafen zu können (leider auch nur bis 9Uhr, da um 10Uhr bereits auschecken war!).
Die restlichen Stunden bis zu unserem Abflug verbrachten wir dann am Pool des Hotels, um uns bei 40°C, in der durch das Ozonenloch starken Outbacksonne, ein wenig zu bräunen.
Nach diesen wirklich heißen Tagen und atemberaubenden Natur- und Farbenspektakeln, ging es dann nach weiter zu unserem letzten Stop unseres Trips (dem farbendfrohen und artenreichen Great Berry Reef) genauer gesagt, nach CAIRNS……………….








